Samstag, 14. Juli 2007

Welcome to the US...

Wie Dennis bereits gesagt hat: Fliegt nicht über die USA, wenn ihr nicht unbedingt müsst. Wir Unwissenden allerdings hatten Zwischenstopps in London und LA, was uns ein nettes Abenteuer bescherte:

Nachdem wir also knapp 12h von London nach LA geflogen waren (neben mir saß ein 86-jähriger Opa, der äußerst unangenehme Körpergerüche ausstieß, die mich doch ein wenig irritierten, bzw. in meiner Atmung einschränkten), sollten wir 2h in LA in einem Warteraum verbringen, während die Maschine neu beladen wurde, etc.
Interessanterweise befanden es die amerikanischen Behörden für unumgänglich, ein nettes Erinnerungsfoto und Fingerabdrücke von jedem zu machen - und das selbstverständlich mit einer atemberaubenden Langsamkeit, so dass wir im Endeffekt 2h in ner Schlange standen, um uns doof angucken zu lassen. Typischerweise bildeten wir natürlich das klägliche Ende der Schlange. Als wir endlich drankamen und ich mich schon erleichtert auf nem Sitz in der Wartehalle niederließ, sehe ich, wie mein werter Herr Freund einem finster dreinblickenden Beamten hinterher dackelt und sich eben nicht zu mir hinsetzt. Hä? Er müsse mit, um ein paar Fragen zu beantworten, alles klar. Am Anfang hab ich mir noch nix dabei gedacht und die Beinfreiheit genossen, als wir aber wieder an Bord gehen sollten und Dennis noch immer nicht da war, ergriff mich dann doch ein wenig die Panik. Ich ging zu einer beleibten Dame in Schwarz, um mich höflich nach dem Verbleib meines Freundes zu erkundigen, da teilt diese mir doch seelenruhig mit, dass er nicht mitfliegen würde. Daraufhin habe ich ihr dann mitgeteilt, dass das so aber nicht geht und ich nicht ohne ihn gehe. Da bläst die dicke Emma ihre Backen auf, guckt erbost zu mir hoch (!) und blafft mich an, dass ich bloß aufpassen soll, was ich sage, blabla und dass Dennis mit nem Flug, der ne Stunde später geht, kommt.
Nach kurzer Überlegung (wobei ich mich vor meinem geistigen Auge u.a. in ner Zelle sitzen saß) entschloss ich mich, den Mund zu halten und mir die Flugnummer geben zu lassen, anstatt ihr den Stinkefinger zu zeigen und die Gangway runterzurennen.

Glücklicherweise erschien Dennis dann aber doch noch und wir konnten gemeinsam weiterfliegen. Gefragt haben sie ihn, was er denn mit seinem alten Reisepass gemacht hätte, weil er nen Neuen hatte. Sein alter Pass war abgelaufen und er hat sich nen Neuen erstellen lassen, stinknormale Sache. Die Ami-Oberschlauberger hatten vermutlich den dringenden Verdacht, dass Herr Knochenwefel aktive Beziehungen zu seinem Patenonkel Osama unterhält und ihm ganz unauffällig seinen alten Pass zukommen hat lassen, damit irgendein motivierter Terrorist sich als blonder und blauäugiger Deutscher ausgeben kann.

Der restliche Flug verlief dann ohne Zwischenfälle und wir kamen pünktlich in Auckland an – gemeinsam :-)