Mittwoch, 19. Dezember 2007
On our way back home
Samstag, 1. Dezember 2007
Auf Achse
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Wuerd gern noch mehr berichten, aber mein Guthaben blinkt schon rot und ich muss wieder raus in die Sonne zum Eis essen und Bergkartbahn-fahren;)...
Donnerstag, 22. November 2007
Bilder sagen mehr als Worte. Folge 3.
Die meiste Zeit in unserem Apartment wird mit Essen verbracht...

Und sowas essen wir dann:

Alleine ist man auf jeden Fall nie. Und da wir immer mindestens zwei Besucher haben, wird man oft auf dumme Ideen gebracht.

Und weil diese Ausgabe so lange gedauert hat, gibt es als Zugabe der Redaktion noch die Folge "University life" gratis dazu:
Meine Inder und Asiaten sind zwar größtenteils dem Englischen noch weniger mächtig als ich, aber dafür sind sie alle sehr lustig.

Und wen es noch interessiert: Bei uns ist tatsächlich Sommer. Hier als Beweis der schöne Aucklander Himmel;)

Damit verabschieden wir uns von der ehemals beliebten Serie "Bilder sagen mehr als Worte" mit einem leicht abgewandelten Zitat von Johann Wolfgang von Google...äh...Goethe
Bilder sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur
Sonntag, 18. November 2007
Bye bye
Sonntag, 11. November 2007
Farewell party
Obwohl das Wasser eigentlich relativ warm war, sind wir nicht schwimmen gegangen, weil es doch ziemlich nah am Hafen liegt und dadurch sehr verschmutzt ist. Klar, dass abgehärtete Kiwis, die barfuss durch Zigarettenasche, Eis usw. auf den Gehwegen latschen, dort auch unbekümmert schwimmen gehen ...
Noch schnell ein paar Fotos fürs kalte, nasse Deutschland:
Freitag, 26. Oktober 2007
Es wird Sommer!
Der Wind hier in Auckland ist wirklich Frisuren-vernichtend (Mama, das wär dein Alptraum hier!), im Grunde genommen muss man sich die Haare gar nicht kämmen, bevor man rausgeht, man hat grundsätzlich ne Sturmfrisur, sobald man sich auf die Straße wagt. Da mein bisheriger Haarschnitt extrem ungeschickt dafür war und ich ständig meine Haare ins Gesicht und die Augen bekam - was zum Verlust einer Kontaktlinse führte - entschloss ich mich für eine Radikallösung: Haare ab. Und da ich nun schon diverse Anfragen nach nem aktuellen Foto bekommen habe, tu ich euch natürlich den Gefallen :-) Allerdings nicht, ohne euch ein wenig neidisch werden zu lassen: Da es stark auf den Sommer zugeht, dürfen wir täglich den Luxus von frischen, süßen Erdbeeren genießen! Mmmhh...
Samstag, 13. Oktober 2007
Unsere WG
Aber das heißt selbstverständlich nicht, dass es nichts gäbe, worüber man berichten könnte.
Beispielsweise kennt ihr unsere WG ja noch gar nicht. Wir sind zu fünft, Lena, Andi, Hamish, Dennis und meine Wenigkeit. Lenas beste Freundin Lisa zählt aber beinahe auch schon dazu, da sie eigentlich zu jeder Tageszeit bei uns abhängt, also wurde sie kurzerhand in diese kleine Vorstellung miteinbezogen. Damit ihr auch ein Gefühl dafür bekommt, wie wir uns hier fühlen, hat jeder ein paar kleine Fragen beantwortet (wobei wir Andi, dem zweiten Informatiker hier in der Runde, wiederholt auf die Nerven gehen mussten, damit er seinen Beitrag dazu leistete. Man bemerke: Er ruft lieber aus NZ auf ein deutsches Handy an, anstatt kurz eine email zu schreiben – das ist wirklich schreibfaul!)
Fragen:
- Was ist der sinnloseste Gegenstand, den du mit hierher genommen hast?
- Was vermisst du am meisten aus DL?
- Was wird dir in DL fehlen?
- Dein tollstes Erlebnis hier in NZ?
- Was findest du hier in NZ total komisch?
Lena (25) studiert BWL, Soziologie und Erziehungswissenschaften in Hamburg, hier in Auckland besucht sie Veranstaltungen in Business, Maori und Education
- Zwei Taschenrechner und eine Familienpackung Kondome (s. Frage 5)
- Schwarzbrot, Fruchtgummi+Lakritz, Volleyballtraining, Kiez und Schanze in HH, Döner
- Die kleine Lisa mit ihren Mini-Füßen, die WG und das deftige Essen von uns
- Cape Reinga, mein erstes Referat überlebt zu haben
- meine Schokosucht, hässliche Kiwis und viel zu viele Asiaten; Flip Flops und Miniröcke im Winter! Chipskonsum der Kiwis (ein gewisser Mr.H. isst Toast mit Chips)
- Laufhose, Lauffunktionsshirt
- Brot, Klamotten, Freunde (aber nicht alle)
- Unileben und alles, was damit zusammenhängt: Freunde, Reisen, Party, Lena&WG
- Ein bestimmtes „Kennenlernen“
- die vielen Asiaten; meine persönliche Veränderung in vielen Lebensbezügen (positiv komisch)
Andi (25) studiert Wirtschaftsinformatik in Mannheim, welche Kurse er hier belegt, ist uns ein Mysterium. Auf jeden Fall hat er so viel zu tun, dass manchmal 2 Kaffee und 3 Red Bull nicht mehr weiter helfen.
- Ich habe nix Sinnloses mitgenommen, dafür aber hier gekauft: einen halbautomatischen Handrührer, Modell Oma, der nur im Idealfall funktionert; einen Hammer und Nägel (man darf nix an die Wand hängen) und ein aufblasbars Kopfkissen
- Bratwurst, Bier und natürlich Carmen!
- Hamishs Baconmaker, Emergency Calls und BBQ on Wednesdays
- Sydney :-) und meine gesamten Roadtrips
- Fischpie
Dennis (28) studiert Wirtschaftsinformatik in Mannheim, hier in Auckland erfreut er sich an Kursen mit den schönen Namen „Contemporary issues in computer science“, „Research Methods“ und „Ubiquitous computing“
- Meine chin-up bar ( klemmt man in den Türrahmen, um Klimmzüge zu machen, die Türrahmen sind aber zu schmal), Klempnerzange
- Kickern, n halbes Brathendl und Schwarzwälder Würschdle
- die Sozialkultur und das schöne Land
- Frühstück am Meer
- die Esskultur (Döner mit Sweet Chili und/oder BBQ Sauce; asiatische Food Courts ohne Ende; Pizza, die nur aus Käse besteht; Tomaten, die teurer sind als Rindersteak; Plörrebier; free Halal BBQ)
Jul (24) studiert Anglistik und Hispanistik in Mannheim und schuftet sich als Einzige in Appartment 12E den A... ab und zwar im Marketingdepartment von Dominion English School.
- Mein zweites Paar schwarze Pumps
- Brot, Käse, mein Bett und meine Mädels
- Die Strände und die geile Aussicht aus unserem Wohnzimmer
- Auf unserer Terrasse in „Up there“ frühstücken und Abend essen
- Leute, die bei 10°C in Shorts und barfuß rumlaufen und sogar ohne Schuhe durch Pommesmatsch und noch Schlimmeres bei McDonalds durchlatschen.
Hamish (20) studies Applied Sciences in Auckland.
- What’s the strangest thing about Germans?:
Their taste in TV programmes: Brothers and Sisters, Grey's Anatomy, etc. (Your girlfriend watches exactly the same crap!)
- What do you like most about “your” Germans?
Their relaxed easy going lifestyle. Oh and making chocolate cakes :-) (Ususally one per week)
Montag, 24. September 2007
Bay of Islands
| Bay of Islands (Zum Album hier klicken) |
Letztes Wochenende haben wir endlich mal einen richtig großen Ausflug gemacht, wir waren bei der Bay of Islands. Das liegt ungefähr 4h nördlich von Auckland, das aber auch nur deswegen, weil es keine Autobahn gibt und man sich nur auf achterbahnartigen Serpentinenstraßen entlang quält. Da ich natürlich bis Freitagabend arbeiten musste, konnten wir erst um 18h los fahren, so dass wir leider überhaupt nichts von der schönen Landschaft während der Fahrt mit bekamen. Unser Ziel hieß Elliot Bay, genauer gesagt, das Strandhaus meiner Chefin, das sie uns netterweise ziemlich günstig für das Wochenende überlassen hatte – auch „Up there“ genannt (www.upthereinnz.com) . Die Wegbeschreibung war abenteuerlich und genauso verlief auch die Fahrt. Kaum waren wir aus dem engeren Umkreis von Auckland draußen, war keine Seele weit und breit zu erblicken, geschweige denn irgendwelche Lichter oder sonstige Lebenszeichen. Nach meinem Geschmack ein bissle gruselig, Dennis fands einfach nur entspannend :-) Auf der Straße sah man immer wieder zermatschte Tierteile liegen, die verdächtig nach Kuscheltier aussahen, so dass wir natürlich unbedingt wissen wollten, wer denn da so langsam durch die Wildnis wackelt, dass er ständig überfahren wird. Die Frage wurde bald beantwortet: Opossums! Diese Zeitgenossen latschen mit einer Gemütlichkeit über die Straße, das ist unglaublich. Sie sehen einen schon von weitem kommen, bleiben auf der Fahrbahn stehen und gucken gelangweilt bis neugierig nach dem hellen Störenfried und wenn man dann schließlich unmittelbar davor zum Stehen gekommen ist, setzen sie sich ganz langsam in Bewegung und verschwinden gemächlich im Gebüsch. So ein Opossumleben muss wirklich wunderbar entspannt sein. Nach knapp 4h erreichten wir endlich Elliot Bay und bekamen von einer Farmerin den Schlüssel für unser Minihäuschen. Um dorthin zu gelangen, mussten wir quer über die Ländereien der Farm fahren, durch sämtliche Kuhgatter und einen – für unsere Knutschkugel viel zu steilen – Berg hinauf. Dort angekommen, konnte man wirklich glauben, es gäbe niemanden sonst auf der Welt: Alles stockdunkel und ganz in der Nähe konnte man das Meer rauschen hören. Die Wohnung war klein, aber toll eingerichtet und mit ganz vielen riesigen Fenstern (so dass ich schon alle neuseeländischen Schwerverbrecher bei uns einsteigen sah...). In dieser Nacht habe ich so schlecht geschlafen wie ungefähr vor meiner letzten Physikarbeit vor 7Jahren. Draußen hat es die ganze Zeit geknackt und gerauscht und seltsame Geräusche gemacht und ich wusste, dass wir kein Telefon hatten und die Farm mit dem Auto ca.5min entfernt war. Das hat mich ein wenig beunruhigt, ich gebs zu. Das Schlimmste kam aber erst am nächsten Morgen: Gegen halb sieben wurde ich durch befremdliche Geräusche geweckt, meine kurzsichtigen Augen nahmen einen großen Schatten hinter den Vorhängen wahr und plötzlich sagte jemand mit einer ganz tiefen Stimme „mooarning!“ Ich fiel beinahe ausm Bett und machte einen Riesensatz zu Dennis hin, der auch aufgewacht war. Überzeugt davon, dass draußen vor dem Fenster eine unangenehme Gestalt hockte, bereit zum Überfall, brachte ich den armen schlaftrunkenen Dennis dazu, nachzuschauen. Ich versteckte mich unter der Bettdecke, während er den Vorhang aufzog und vor Lachen losbrüllte. Vor dem Fenster stand eine dicke Kuh, schaute zu uns rein und machte „muh!“ Das war mein Verbrecher.
Am Samstag machten wir zuerst eine Schiffstour durch einen kleinen Teil der Bay of Islands mit (das sind insgesamt 150 Inseln, logischerweise haben wir nur ca. ein Zehntel davon gesehen), um zum einen die Inseln zu bestaunen und zum anderen, um Delfine zu beobachten. Nach kurzer Zeit tummelten sich tatsächlich ein paar dolphins um den Schiffsbug und spähten neugierig aus den Wellen zu uns hoch, kleine Kunststückchen inklusive. Später sahen wir noch einen winzig kleinen blue penguin, die werden nur 40cm groß.
Außerdem aalten sich zwei sea lions in der Sonne und blinzelten uns verschlafen zu. Die Tour ging gut drei Stunden, einen Teil davon schipperten wir relativ weit draußen herum (um durch das berühmte hole in the rock zu fahren), so dass einige der Passagiere ein bisschen bis sehr seekrank wurden , was andere Passagiere nicht davon abhielt, vergnügt zu futtern.
Wenn man sich die Inseln anschaut, kann man sich richtig vorstellen, wie James Cook damals gelandet ist (die Bay of Islands war tatsächlich das Fleckchen, wo die Engländer Neuseeland zum ersten Mal betraten): traumhafte Strände, kristallklares Wasser, satte grüne Wiesen, lustige Tierchen im Wasser und keine Menschenseele weit und breit.
Unser Maori-Kapitän erzählte uns allerdings begeistert, dass seine Vorfahren die kleinen Pinguine etc. zum BBQ verwendet hätten und sie ausgezeichnet schmecken sollen. Hm...
Nach unserer Bootstour machten wir uns zu den Haruru-Wasserfällen auf, die allerdings eine ziemliche Enttäuschung waren, wir hatten uns das viel größer vorgestellt. Anschließend gings dann noch in die Kawiti Glow-worm Caves, eine geführte Tour durch eine Tropfsteinhöhle, in der glow worms an der Decke hängen und durch ihren Verdauungsakt die Höhle illuminieren. Tja, würde das bei Hunden auch so funktionieren, würde man da nicht so oft rein treten, das wär geschickt. Es sah wirklich lustig aus, beinahe wie eine kleine Milchstraße!
Als wir abends im Dunkeln heimkamen, hing eines der kleinen Kälber direkt vor unserem Haus mit dem Kopf im Zaun drin, d.h. es war gerade dabei, sich vor Panik zu strangulieren, weil es den Kopf nicht aus der Schlinge heraus bekam. Die große Kuhmama stellte sich natürlich schützend davor und guckte mich kampflustig an, als ich einen Schritt darauf zu machte, so dass wir schnell den Farmer holten, der das Kälble zum Glück noch retten konnte. Sah auf jeden Fall nicht schön aus...
Am Sonntag gönnten wir uns ein Frühstück de luxe und kraxelten dann zu unserem Strand hinunter. Dennis wollte eigentlich mit dem Kayak bissle rumeiern, aber das Wasser war eiskalt, die Wellen hoch und irgendwann fings dann auch noch zu regnen an. Also verbrachten wir den Rest des Tages in unserem kleinen kuscheligen Häusle und machten uns abends schweren Herzens wieder gen Auckland auf.
Da wir nicht einmal getankt hatten und die Tankstellen dummerweise abends bzw. nachts nicht auf haben, wären wir beinahe noch mit nem leeren Tank stehen geblieben, aber quasi in letzter Minute fanden wir doch noch eine offene Tankstelle. Das wär ein Abenteuer gewesen, mitten in der Pampa mit unserem Miniauto stehen und da pennen, umgeben von unbekannten Tieren und unheimlichen Geräuschen – da hätte Dennis ne schlimme Nacht gehabt :-)
Sonntag, 9. September 2007
Auckland zoo
Und von der Maori Expo sind auch ein paar Bilder dabei. Bei der Expo hat Wynton Rufer (Ja, ihr wisst es: Werder Bremens legendärer Wynton Rufer) an einer Diskussionsrunde teilgenommen, die anscheinend auf Maori-TV zu sehen war!? Die Diskussionsrunde wurde zuweilen von einem alten Maori (bestimmt um die 80-90 Jahre alt) aus dem Publikum übernommen, was ich sehr lustig fand. Die Krümel waren alle still als der Kuchen geredet hat. Unter den Maori hat man eben noch Respekt vor dem Alter;)... Vor allem müssen sich die Maori aus Tradition immer erst auf ihrer Landessprache vorstellen bevor sie reden (hab ich auf Maori-TV gelernt).
| Auckland zoo (zum Album hier klicken) |
Mittwoch, 5. September 2007
Bilder sagen mehr als Worte. Folge 2.
Glücklicherweise hats nicht uns getroffen: Quarantäne wegen "Bed Bugs" ein Stockwerk über uns... Sebastian aus Berlin sah ganz schön "angefressen" aus...
Kiwis sind wie Lemminge: Müssen von allem runterspringen was hoch genug ist. Der Skytower ist übrigens über 300 m hoch.
Sonntag, 26. August 2007
Hamish's birthday

Ich fühle mich alt. Um ehrlich zu sein, uralt. Man stelle sich vor, man muss mit seinem neuseeländischen Mitbewohner seinen ZWANZIGSTEN Geburtstag feiern (welcher übrigens nichts Besseres zu tun hat, als seine noch jüngeren Freunde einzuladen). Naja, eigentlich wars total witzig, als Hamish am Freitag seinen 20. feierte. Er hatte uns seine Party schon lange angekündigt und ungefähr 40 Leute eingeladen, kurzum, er hat sich wie bescheuert drauf gefreut.
Als ich dann nach dem Arbeiten heim kam, stand er schon ganz aufgeregt am Mischpult und probierte sich als DJ, während zwei seiner supercoolen Freunde dabei saßen und eben einfach nur cool waren. Drei Stunden später sollte die Party eigentlich in vollem Gange sein, aber irgendwie kam einfach null Stimmung auf, dabei hätte es so toll sein können: ein stark pubertierender DJ (der anscheinend 18 war, was ich persönlich aber anzweifle) stand am Mischpult und legte eine Platte nach der anderen auf, im Hintergrund war die Skyline von Auckland zu sehen und die ganzen Kiwi-Chicas waren aufgebrezelt, als ob sie ins Theater wollten. Tja, so verhielten sie sich leider auch – an nem Bier nippend standen sie in den Ecken und observierten, wer denn nun der Coolste von allen sei.
Und zwischendrin standen wir, die „Alten“ aus Deutschland und amüsierten uns von Glas zu Glas besser, getreu dem Motto viel hilft viel... Als wir Mädels dann auch noch zu tanzen begannen, hatten wir im Club der Coolen natürlich komplett verspielt und ich hatte so das Gefühl, dass sie uns so anschauten, wie ich früher in der 6.Klasse meine Mutter angeschaut habe, als sie in der Schülerdisco begonnen hat, den Dancefloor zu rocken: Entsetzt. „Wie peinlich können die denn sein?!“ Hamish war total enttäuscht von seiner Party und sein Blick wurde minütlich glasiger, so dass er hellbegeistert war, als wir kurz nach Mitternacht vorschlugen, noch in die Stadt clubben zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir alle aber schon ziemlich bis extrem angeheitert, so dass es ein Wunder war, dass wir überhaupt in den Club rein gelassen wurden.
Nachdem wir ungefähr ne Stunde wie die Bekloppten getanzt hatten, sank langsam mein Alkoholpegel und ich merkte, wie mir die Füße in den hohen Schuhen weh taten und dass es keine schlechte Idee wäre, gen Heimat zu wandeln. Glücklicherweise gings Lena (meiner Mitbewohnerin) genauso und so machten wir uns schließlich auf den Heimweg. Ich fürchte, wir boten einen amüsanten Anblick: Andi, 2m groß, mühsam voraus schreitend, Lena und ich jammernd (wegen unseren Füßen) hinterher tippelnd und ganz hinten Dennis, der laut hicksend, aber strahlend und glücklich das Schlusslicht bildete. Hamish hatten wir irgendwo im Gewühl verloren.
Freitag, 17. August 2007
Noho Marae Bilder
| Wer sehen will, muss klicken... Noho Marae 27.-29.07. |
Gut Ding will Weile haben - endlich hab ich s geschafft, ein paar Fotos von unserem Maori-WE hoch zu laden. Allerdings ist das nur eine kleine Auswahl, die Qualität eher minderwertig und Videos sind natürlich auch keine dabei. Aber vielleicht kann ich ja irgendwann Dennis überreden, ein paar Minuten der ungefähr 14h, die er täglich vorm PC verbringt, dafür zu verwenden, die Bilder und Videos hochzuladen, die auf seiner Festplatte schlummern...
Freitag, 10. August 2007
Bilder sagen mehr als Worte. Folge 1.
Wallace und Gromit wären neidisch auf meinen neuesten Würschtleersatz: Traditional cracker mit medium cheddar CHEEESE...
Immer wieder schön, Personen auf Fotos zu entdecken. Das Buch gibts übrigens noch auf 386 weiteren Bildern (Sehen alle so ähnlich aus wie dieses)... Dankö, Höörr Potter!
Gewisse Leute hier sind geradezu zu Virtuosen am professional Sandwich maker aufgestiegen. Das passiert, wenn man zu lange hier ist und alle Hot Dog Verkäufer der Stadt schon mit Vornamen kennt. Unser Glück;)...
Zum Glück gibts hier Frühstück wie zu Hause!
Und in der nächsten Folge gibts: "Kuriositäten aus dem neuseeländischen Alltag"...
Freitag, 3. August 2007
Maori-Wochenende
Letztes Wochenende nahmen wir an einem "Maori-Kennenlern-Workshop" oder wie auch immer man das nennen möchte, teil. Begonnen hats am Freitagnachmittag, d.h. ich bin früher vom Praktikum abgezwitschert, und geendet hats am Sonntagmittag. Es ist wirklich schwer zu beschreiben, was wir alles gemacht haben, weil das alles Dinge sind, die wir Europäer eben nicht kennen.
Am Freitag wurden wir zunächst mit einer Zeremonie auf Maori begrüßt und willkommen geheißen, das Ganze fand in einer Art Gemeindehaus statt, welches man nicht mit Schuhen betreten darf. Dabei muss ich wohl kaum erwähnen, dass sich ein höchst interessanter Geruch entwickelt, wenn 80 Leute mal eben ihre Schuhe ausziehen und sich dann gemeinsam in einen geschlossenen Raum begeben ... Zum Glück hatte ich hübsche Socken an :-)
Der Oberguru sang und murmelte munter vor sich hin, während ich Schwierigkeiten hatte, dabei nicht einzuschlafen, weil man von dem ganzen Prozedere ja kein Wort verstand. Nachdem wir dann endlich in die Familie aufgenommen worden waren (ich weiß jetzt, wen ich zu Hilfe rufe, falls ich je in Schwierigkeiten komme), gabs Abendessen, das wir alle mitgebracht hatten. Jeder sollte etwas Typisches aus seinem Land kochen und da haben wir uns kurzerhand für Kratzede (für die Nicht-Schwaben unter euch: das ist wie Kaiserschmarrn) entschieden. Es gab alle möglichen leckeren Sachen, so dass wir alle mit runden Bäuchen heim kamen und uns erst ne Weile ausstrecken mussten, bis wir wieder loszogen. Abends gingen wir an den Hafen und klapperten ein paar Bars ab, da wir aber am nächsten Morgen schon um 8.30 h(!) zum Frühstück da sein mussten, blieben wir nicht sooo lange weg.
Am Samstagmorgen lernten wir zuerst alle gemeinsam ein paar Lieder, dann teilten wir uns in Gruppen auf und lernten zum einen ein Stöckchenspiel (das spielen kleine Kinder zur Verbesserung der Hand-Augen-Koordination oder so ähnlich) und zum anderen bastelten wir aus nem Farnbuschblattdings eine kleine Blume, die je nach Begabung richtig gut (Dennis) oder eher mittelmäßig (ich) aussah. Die erste Blume, die man bastelt, muss man aber jemandem schenken, der wichtig für einen selbst ist, was soviel heißt, dass jetzt ich ein hübsches Blütchen habe und Dennis ein etwas ramponiertes Kompostelement sein Eigen nennt :-) Als wir das Stöckchenspiel lernten, fühlten sich zwei der kleinen Maorijungs irgendwie von mir angezogen und krabbelten abwechselnd auf mir rum und knutschten mich ab, bis der eine anfing, wie ein Schlosshund zu heulen und sich an mich zu klammern und der andere meine Taschen durchwühlte, weil er Kaugummi roch. Das hat mich dann doch ein wenig überfordert und Dennis musste alleine üben.
Danach wurden wir in Männlein und Weiblein aufgeteilt. Die Jungs lernten den Haka (Videobeispiele habt ihr ja schon gesehen) und wir Mädels bastelten einen Poi und lernten einen passenden Tanz dazu.
Ein Poi ist ein Bobbel an ner Schnur, mit dem die Frauen kunstvolle und elegante Tänze aufführen, aus welchem Grund auch immer. Früher war das Beutelchen mit Steinen gefüllt und die Krieger trainierten damit, um ihre Handgelenke zu stärken, irgendwann ist es ihnen dann aber wahrscheinlich aufgefallen, dass das Ganze vielleicht doch ne Spur zu unmännlich aussieht und so ist der Poi jetzt eine weibliche Domäne. Wir durften uns selbst welche basteln: Füllmaterial zu ner Kugel (oder auch Ei, so wie in meinem Fall...) formen, Plastikfolie außenrum wickeln, geflochtenes Bändle befestigen, bissle hübsch zurecht wursteln und fertig ist der Poi. Wir lernten einen recht simplen Tanz, das Schwierige dabei war, dass wir gleichzeitig ein Maorilied singen mussten, was sich für manche als schlichtweg unmöglich erwies. Von wegen Frauen und Multitasking!!
Abends gabs dann ein Abschlussfest, wo wir all die gelernten Lieder sangen, wir tanzten unser Poi-Getrappel den Jungs vor (der Sinn davon soll es sein, den Geliebten anzugraben - die Jungs fanden uns "niedlich") und die Jungs machten den Haka (und das natürlich oben ohne). Unglücklicherweise fühlten sich gerade die weniger durchtrainierten Herren dazu berufen, die erste Reihe zu füllen, so dass wir Mädels nicht gaaanz so begeistert waren, aber bei näherem Hinschauen konnte man doch noch das Auge erfreuen. Lustig fand ich die Französinnen, mit denen ich mich unterhielt. Sie wollten mir unbedingt einen echt gut aussehenden blonden Typ zeigen, der sich zufälligerweise als mein Freund heraus stellte. Da haben sie ganz schön verdutzt geguckt, hihi.
Überhaupt waren die Französinnen die Nettesten, die Deutschen waren zum Großteil ziemlich arrogant und unfreundlich mir gegenüber, was ich nicht wirklich verstanden habe. Aber wer den ganzen Tag deutsch reden möchte, darf das natürlich gerne tun...
Zum Abschluss gabs noch ein Maori-Festmahl, an dem die Frauen den ganzen Tag gekocht haben - ich sag nur: Mmmmh!!! Abends zogen wir dann wieder los und wurden Zeugen, wie die Maori uns internationale Studenten bei Trinkspielchen mit links unter den Tisch soffen, das war echt nimmer schön.
Umso schwerer wars dann, am Sonntagmorgen um 11h zur Abschiedszeremonie zu gehen. Alles in allem war das ein super Wochenende und wir hatten irre viel Spaß, aber ich hab mich ganz schön auf das nächste Wochenende gefreut, um endlich mal ausschlafen zu können.
Samstag, 21. Juli 2007
Auf dem Kriegspfad
Hier zwei ästhetisch schöne Beispiele von dem, was wir nächstes Wochenende lernen:
Dienstag, 17. Juli 2007
Schwarzer Montag
Der Montag war eindeutig ein schwarzer Montag. Angefangen hats natürlich mit jeder Menge Regen und dann habe ich unglücklicherweise eine Kontaktlinse verloren. Fiel einfach raus das Ding, mitten auf der Straße, ohne Vorankündigung oder Verabschiedung. Und wie gesagt: es regnete. Also rutschten Dennis und ich ne halbe Stunde auf dem nassen und ekligen Gehweg rum, um das dumme Ding zu finden, was aber schlichtweg unmöglich war.
Irgendwann gaben wir die Suche auf und ich stocherte zuhause noch ne Weile in meinem Auge herum, weil ich mir unsicher war, ob sie wirklich raus gefallen war oder nicht. Schließlich ging ich zum Augenarzt, der alle möglichen Tests machte und mir mitteilte, dass sich in meinem Auge keine Kontaktlinse versteckt habe. Bravo. Also musste ne Neue her, d.h. weitere Tests und Spielchen und morgen kann ich die Linse wohl abholen. Ich hab ja nen Goldesel in meinem Zimmer sitzen, kein Problem.
Wieso passiert so was eigentlich nur dann, wenns einem wirklich nicht in den Kram passt? Mir ist noch nie ne Kontaktlinse einfach so rausgeflogen. Naja, jammern hilft auch nicht weiter...Was ich ehrlich gesagt ein wenig schade fand, war, dass niemand angehalten und gefragt hat, was wir denn suchen. Die sind alle einfach vorbeigelatscht (und wahrscheinlich auf mein Linschen gedappt) und haben nur dumm geschaut. Hmm.
Später waren wir dann noch im Warehouse einkaufen (Dennis hat sich zwei Paar Schuhe gekauft und das, bevor ich mir auch nur eines gekauft habe) und da ging natürlich prompt der Feueralarm los, war wirklich nicht unser Tag.
Sonntag, 15. Juli 2007
Bilder!
| Zum Album (hier klicken): 05_07 bis 15_07_07 first impression |
Der aufmerksame Betrachter wird feststellen, dass die Neuseeländer Petersilie als florale Dekoration betrachten - die Beete quellen über vor Gemüse :-)
Unsere erste Tour durch den Domain-Park blieb nicht lang ohne Folgen - wennd Affe uffd Boim kleddra - so sagen wir Schwaben da nur.
Jul
Samstag, 14. Juli 2007
Welcome to the US...
Wie Dennis bereits gesagt hat: Fliegt nicht über die USA, wenn ihr nicht unbedingt müsst. Wir Unwissenden allerdings hatten Zwischenstopps in London und LA, was uns ein nettes Abenteuer bescherte:
Nachdem wir also knapp 12h von London nach LA geflogen waren (neben mir saß ein 86-jähriger Opa, der äußerst unangenehme Körpergerüche ausstieß, die mich doch ein wenig irritierten, bzw. in meiner Atmung einschränkten), sollten wir 2h in LA in einem Warteraum verbringen, während die Maschine neu beladen wurde, etc.
Interessanterweise befanden es die amerikanischen Behörden für unumgänglich, ein nettes Erinnerungsfoto und Fingerabdrücke von jedem zu machen - und das selbstverständlich mit einer atemberaubenden Langsamkeit, so dass wir im Endeffekt 2h in ner Schlange standen, um uns doof angucken zu lassen. Typischerweise bildeten wir natürlich das klägliche Ende der Schlange. Als wir endlich drankamen und ich mich schon erleichtert auf nem Sitz in der Wartehalle niederließ, sehe ich, wie mein werter Herr Freund einem finster dreinblickenden Beamten hinterher dackelt und sich eben nicht zu mir hinsetzt. Hä? Er müsse mit, um ein paar Fragen zu beantworten, alles klar. Am Anfang hab ich mir noch nix dabei gedacht und die Beinfreiheit genossen, als wir aber wieder an Bord gehen sollten und Dennis noch immer nicht da war, ergriff mich dann doch ein wenig die Panik. Ich ging zu einer beleibten Dame in Schwarz, um mich höflich nach dem Verbleib meines Freundes zu erkundigen, da teilt diese mir doch seelenruhig mit, dass er nicht mitfliegen würde. Daraufhin habe ich ihr dann mitgeteilt, dass das so aber nicht geht und ich nicht ohne ihn gehe. Da bläst die dicke Emma ihre Backen auf, guckt erbost zu mir hoch (!) und blafft mich an, dass ich bloß aufpassen soll, was ich sage, blabla und dass Dennis mit nem Flug, der ne Stunde später geht, kommt.
Nach kurzer Überlegung (wobei ich mich vor meinem geistigen Auge u.a. in ner Zelle sitzen saß) entschloss ich mich, den Mund zu halten und mir die Flugnummer geben zu lassen, anstatt ihr den Stinkefinger zu zeigen und die Gangway runterzurennen.
Glücklicherweise erschien Dennis dann aber doch noch und wir konnten gemeinsam weiterfliegen. Gefragt haben sie ihn, was er denn mit seinem alten Reisepass gemacht hätte, weil er nen Neuen hatte. Sein alter Pass war abgelaufen und er hat sich nen Neuen erstellen lassen, stinknormale Sache. Die Ami-Oberschlauberger hatten vermutlich den dringenden Verdacht, dass Herr Knochenwefel aktive Beziehungen zu seinem Patenonkel Osama unterhält und ihm ganz unauffällig seinen alten Pass zukommen hat lassen, damit irgendein motivierter Terrorist sich als blonder und blauäugiger Deutscher ausgeben kann.
Der restliche Flug verlief dann ohne Zwischenfälle und wir kamen pünktlich in Auckland an – gemeinsam :-)
Mittwoch, 11. Juli 2007
Anschläge überstanden

Ha! Angekommen! Und das trotz der angekündigten Anschläge in Los Angeles (danke für die freundliche Ankündigung, Air New Zealand). Ach ja: Fliegt nie über Amerika, wenn es nicht UNBEDINGT sein muss (so viel nur von meiner Seite)...
Wie ich enttäuschter Weise erfahren habe, gibt es im Aucklander Stadtkern nur 5 Strände, aber innerhalb von einem 1-Stunden-Radius sollen weitere 100 (!) Strände rund um Auckland zu finden sein (Puuuh! Glück gehabt;)!!) ... Darunter die weltbekannten Surf-Spots Piha and Muriwai (Fotos folgen... der Sommer naht:)). Mein Stundenplan steht noch nicht zu 100%, folgt also später (Hehe).



